In einer Zeit, in der globale Herausforderungen wie Klimawandel, soziale Ungleichheit und Umweltzerstörung immer bedeutsamer werden, setzt das Bildungsprojekt FREI DAY ein Zeichen für eine zukunftsorientierte Schulbildung. Dieses innovative Lernformat ermöglicht es Schülerinnen und Schülern eigene Ideen in Projekten umzusetzen, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (UN) orientieren. In Teams entwickeln dabei Kinder Ideen, setzen diese direkt in ihrer Umgebung um und lernen dabei wichtige Kompetenzen wie Kreativität, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Projekte sind vielfältig: Von der Unterstützung erkrankter Kinder über Schutz der heimischen Tierwelt bis hin zu Spendenaktionen zum Erhalt des Amazonas-Regenwaldes. Der FREI DAY ist an der Grundschule Büchlberg fest im Schulkonzept verankert. Einmal pro Woche beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse mit ihren nachhaltigen Projekten. Besonders engagiert zeigte sich dabei eine Gruppe von Mädchen, die sich dem Ziel „Gesundheit und Wohlergehen“ widmete – mit beeindruckenden Ergebnissen. Die Idee war schnell geboren: „Wir wollten wissen, was zu tun ist, wenn sich ein Mitschüler verletzt – und wie wir selbst helfen können“, berichten die Kinder. Um das Thema praxisnah zu erforschen, organisierten sie mit Unterstützung der Praktikantin Alina Christoph der Universität Passau einen besonderen Besuch: Ein Rettungswagen kam direkt auf den Schulhof – begleitet von den zwei erfahrenen Notfallsanitätern Katrin und Daniel Kasberger sowie der ehrenamtlichen Schülerin Sophia Trautner aus dem Bereitschaftsdienst Hauzenberg des Kreisverbands Passau. Der Besuch war nicht nur spannend, sondern auch lehrreich: Die Kinder erfuhren, wie ein Rettungswagen aufgebaut ist, welche Aufgaben ein Notfallsanitäter hat und wie wichtig Erste Hilfe auch schon für Grundschulkinder ist. Sie lernten an verschiedenen Stationen einfache Handgriffe – vom Anlegen eines Verbands bis zur stabilen Seitenlage – und durften viele Fragen stellen, die geduldig und kindgerecht beantwortet wurden. Anschließend drehte das Mädchenteam mit der Unipraktikantin Lisa-Marie Moosbauer einen Kurzfilm mit vielen Tipps, wie bereits Grundschulkinder einander Erste Hilfe leisten können. Der Film soll in der nächsten Schulversammlung allen Klassen gezeigt werden. Sie erstellte auch ein Fotobuch zu diesem gelungenen Projekt, das den ereignisreichen Vormittag bestens dokumentiert. „Es ist beeindruckend, mit wie viel Neugier und Verantwortungsbewusstsein die Kinder an dieses wichtige Thema herangehen“, lobt eine Lehrkraft das Engagement der Gruppe. Der Besuch wurde von den Mädchen nicht nur selbst initiiert, sondern auch eigenständig organisiert – ein Beispiel dafür, wie der FREI DAY Kinder dazu ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und aktiv  an der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen mitzuwirken. Darüber hinaus wurde das Projekt auch eine sehr gelungene Zusammenarbeit mit Experten, die an die Schule kommen und den Praktikanten der Universität Passau. Der FREI DAY steht somit für eine Bildung, die über den klassischen Lehrplan hinausgeht und junge Menschen befähigt, ihre Zukunft selbstbestimmt und nachhaltig zu gestalten. Und wer weiß – vielleicht wurde durch dieses Projekt schon der Grundstein für die Sanitäterinnen und Rettungshelfer von morgen gelegt.