Ein besonderer Moment der Besinnung fand in diesem Jahr beim Kreuzweg in der Aula statt. Organisiert wurde die Feier von der Religionspädagogin Alexandra Friedl und musikalisch umrahmt wurde der Kreuzweg von Stefanie Unter am Klavier und Veronika Eichhorn an der Ukulele.
Zu Beginn erhielten die Kinder eine besondere Aufgabe: Sie sollten draußen jeweils ein Blatt, einen Grashalm, einen Zweig und einen Stein sammeln und mit in die Aula bringen. Diese Naturmaterialien begleiteten sie anschließend durch die einzelnen Stationen des Kreuzwegs.
An der ersten Station durften alle Kinder aufstehen und an ihrem Platz gehen und bewusst wahrnehmen, wie sich Bewegung anfühlt in Anlehnung an den Weg, den Jesus gegangen ist.
An der zweiten Station nahmen die Kinder ihr Blatt in die Hand und fühlten es ganz bewusst. Viele stellten fest, dass die Blätter bereits trocken waren. Gemeinsam wurde darüber nachgedacht, wie Trockenheit und Zerbrechlichkeit an das Leid Jesu erinnern können, der gegeißelt wurde.
An der dritten Station stand der Grashalm im Mittelpunkt. Beim Fühlen bemerkten die Kinder schnell, dass ein Grashalm scharf sein und sogar schneiden kann. Dies führte zum Gespräch darüber, dass auch Worte im Alltag manchmal „scharf“ sein können und andere verletzen.
Die vierte Station widmete sich dem Zweig, den die Kinder ebenfalls aufmerksam ertasteten und betrachteten.
An der fünften Station wurden alle Kinder eingeladen, für eine Minute ganz still zu sein und in sich zu gehen. Wer glaubte, dass eine Minute vergangen war, durfte einen Finger heben. Anschließend sprachen die Kinder darüber, wie schwierig es sein kann, Stille auszuhalten. Viele stellten fest, dass man sich in der Stille manchmal auch ein wenig einsam fühlen kann.
An der sechsten und letzten Station nahmen die Kinder den Stein in die Hand. Schnell erkannten sie, dass er schwer ist. Der Stein wurde als Symbol für die Last verstanden, die Jesus auf seinem Weg getragen hat. Zum Abschluss legten die Kinder aus den gesammelten Steinen gemeinsam ein Kreuz auf den Boden der Aula. So entstand ein eindrucksvolles Zeichen der Erinnerung und der Gemeinschaft, das den Kreuzweg stimmungsvoll abrundete.